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    Einreise nach Deutschland

    Bürger der Europäischen Union, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz

    Bürger der Europäischen Union, ebenso wie Bürger aus Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz können ohne Visum nach Deutschland einreisen und sich hier aufhalten. Bürger dieser Länder benötigen weder ein Visum, noch einen Aufenthaltstitel. Sie haben das Recht sich frei in der EU zu bewegen (Europäisches Freizügigkeitsrecht). Wichtig ist jedoch ein gültiges Ausweisdokument zu besitzen.

    Wenn Sie aus einem dieser Länder kommen und Sie Ihren Wohnsitz dauerhaft nach Deutschland verlegen, müssen Sie lediglich Ihren neuen Wohnsitz bei dem zuständigen lokalen Einwohnermeldeamt anmelden. Dieses befindet sich in der Regel im Gebäude der Stadtverwaltung oder im Rathaus.

    Das Recht auf Freizügigkeit gilt ebenso für drittstaatsangehörige Familienmitglieder von Unionsbürgern und Staatsangehörigen aus Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums und der Schweiz. Das heißt: Ehegatten und Angehörige in absteigender Linie von freizügigkeitsberechtigten Unionsbürgern, die noch nicht das 20. Lebensjahr vollendet haben, profitieren von der EU-Freizügigkeit. Ebenso profitieren von diesem Recht auch Verwandte in auf- oder absteigender Linie von Unionsbürgern oder ihren Ehegatten, denen von selbigen Unterhalt gewährt wird. Die nachziehenden Familienangehörigen müssen keinen Sprachnachweis erbringen.

    Bürger aus Drittstaaten

    Drittstaatsangehörige sind Menschen, die nicht die Staatsangehörigkeit eines Landes der Europäischen Union haben. Bürger aus Drittstaaten, die zum Beispiel nach Deutschland kommen um hier zu arbeiten, brauchen für die Einreise ein Visum.

    Ausnahme: Bürger aus Australien, Israel, Japan, Kanada, der Republik Korea, von Neuseeland oder den USA können auch ohne Visum nach Deutschland einreisen. Bürger dieser Länder müssen innerhalb von drei Monaten nach der Einreise, das heißt vor Ablauf ihres Visums, eine Aufenthaltserlaubnis beantragen. In jedem Fall müssen sie jedoch vor Aufnahme einer Beschäftigung einen Antrag auf Erteilung eines Aufenthaltstitels zum Zweck der Erwerbstätigkeit stellen. Der Antrag wird bei der Ausländerbehörde in ihrem (zukünftigen) Aufenthaltsort in der Bundesrepublik Deutschland gestellt.

    Drittstaatsangehörige aus visumpflichtigen Staaten müssen noch in ihrem Heimatland persönlich bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Generalkonsulat) ein Visum für die Einreise und den Aufenthalt zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit beantragen. Informationen zum Visumverfahren und die für dieses Verfahren wichtigen Unterlagen sind auf der Website der zuständigen Auslandsvertretung zu finden. Unter folgendem Link des Auswärtigen Amtes finden Sie eine Liste der deutschen Botschaften und Generalkonsulate im Ausland: Liste deutscher Auslandsvertretungen (Quelle: Auswärtiges Amt).

    Bitte beachten Sie, dass Ihr Visum dem tatsächlichen Zweck Ihres Aufenthalters entspricht (z.B. zum Zweck der Erwerbstätigkeit). Für die Beantragung eines Visums für einen längeren Aufenthalt müssen Sie eine mehrmonatige Bearbeitungszeit einrechnen.

    Akademiker aus Nicht-EU-Ländern

    Blaue Karte EU

    Der Zuzug, der Aufenthalt und auch der Arbeitsmarktzugang wurden für Hochqualifizierte aus Drittstaaten mit der Einführung der „Blauen Karte EU“ erleichtert.

    Voraussetzung für den Aufenthaltstitel "Blaue Karte EU" ist ein Hochschulabschluss, ein Arbeitsvertrag sowie ein Bruttojahresgehalt von 50.800 Euro (Stand 25.01.2017). In Mangelberufen erhalten ausländische akademische Fachkräfte die "Blaue Karte EU" bereits dann, wenn sie jährlich mindestens 39.624 Euro brutto verdienen. Inhaber einer Blauen Karte EU erhalten grundsätzlich nach 33 Monaten ein Daueraufenthaltsrecht, wenn ein Arbeitsvertrag fortbesteht. Haben sie gute deutsche Sprachkenntnisse, erhalten sie das Daueraufenthaltsrecht bereits nach 21 Monaten. Familienangehörige müssen vor der Einreise keine deutschen Sprachkenntnisse nachweisen und dürfen nach der Einreise sofort unbeschränkt erwerbstätig werden.

    Quelle: BMWi

    Visum zur Arbeitsplatzsuche für Akademiker

    Wenn Sie noch keinen Arbeitsplatz in Deutschland gefunden haben, dann können Sie aufgrund Ihres Hochschulabschlusses mit einem Visum zur Arbeitsplatzsuche für bis zu sechs Monate nach Deutschland kommen, um sich eine Arbeit zu suchen. Wichtig ist dabei, dass Sie ausreichend Geld haben, um Ihren Lebensunterhalt in der gesamten Zeit des Aufenthaltes sicherzustellen, denn einer Beschäftigung dürfen Sie in dieser Zeit nicht nachgehen. Wenn Sie einen entsprechenden Arbeitsplatz gefunden haben, können Sie gleich in Deutschland die notwendige „Blaue Karte EU“ oder eine Aufenthaltserlaubnis beantragen und bleiben, ohne vorher auszureisen.

    Neben der „Blaue Karte EU“ gibt es besondere Regelungen, zum Beispiel zur Beschäftigung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Forscherinnen und Forschern sowie Lehr- oder Führungskräften.

    Weitere Informationen finden Sie hier: Service-BW: Aufenthaltserlaubnis zur Arbeitsplatzsuche für qualifizierte Fachkräfte - beantragen

    Quelle: BMWi

    FACHKRÄFTE AUS NICHT-EU-LÄNDERN

    Für Fachkräfte mit einer Qualifikation, welche in Deutschland einem dualen Ausbildungsberuf und keiner akademischen Ausbildung entsprechen, gibt es ebenfalls die Möglichkeit in Deutschland eine Tätigkeit aufzunehmen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihr Beruf in Deutschland eine Ausbildung oder ein Studium ist, können Sie Ihren Beruf im Berufenet suchen. Wenn Sie mit einem Ausbildungsberuf nach Deutschland einreisen und arbeiten möchten, wird zwischen zwei Berufsgruppen unterschieden.

    Zuwanderung in Mangelberufen

    Wenn in einem Beruf ein deutschlandweiter Mangel herrscht, wird dieser Beruf auf der sogenannten Positivliste aufgeführt. Wenn Ihr Beruf hier aufgelistet ist, müssen Sie zwei Voraussetzungen erfüllen, um für eine Arbeitsaufnahme nach Deutschland einreisen zu können. Sie benötigen:

    1.       Berufliche Anerkennung der ausländischen Ausbildung

    2.       Arbeitsplatzangebot

    Wenn diese beiden Voraussetzungen erfüllt sind, können Sie bei der zuständigen deutschen Auslandsvertretung (Botschaft oder Konsulat) in Ihrem Herkunftsland einen Visumsantrag zur Einreise nach Deutschland stellen. Auf der Internetseite der deutschen Auslandsvertretungen finden Sie weitere Informationen zu dem Antragsverfahren auf den Merkblättern.

    Information über die berufliche Anerkennung finden Sie unter www.anerkennung-in-deutschland.de. Für Fragen zu der beruflichen Anerkennung, können Sie auch die Anerkennungsberatungen des IQ Netzwerks Baden-Württemberg kontaktieren. Für Hinweise und Tipps zur Arbeitsplatzsuche in der Region Heilbronn-Franken, können Sie sich auch gerne an das Team des Welcome Centers Heilbronn-Franken wenden.

    Zuwanderung in Nicht-Mangelberufen

    Mit dem Punktebasierten Modellprojekt für ausländische Fachkräfte (PuMa) gibt es seit Herbst 2016 erstmals die Möglichkeit einer Zuwanderung für Fachkräfte, deren Berufe nicht auf der Positivliste stehen. Das Modellprojekt ist auf das Bundesland Baden-Württemberg beschränkt. Bei PuMa gibt es drei Voraussetzungen:

    1.       Berufliche Anerkennung der ausländischen Ausbildung

    2.       100 Punkte (z. B. für Sprachkenntnisse, Familie in Baden-Württemberg etc.)

    3.       Arbeitsplatzangebot

    Weitere Informationen zu der Punktevergabe finden Sie in dem PuMa Flyer und auf der Internetseite. Wenn Sie Interesse an PuMa haben und über das Projekt nach Deutschland einreisen möchten, können Sie sich direkt mit dem Virtuellen Welcome Center der Bundesagentur für Arbeit in Kontakt setzten. Für Hinweise und Tipps zur Arbeitsplatzsuche in der Region Heilbronn-Franken, können Sie sich auch gerne an das Team des Welcome Centers Heilbronn-Franken wenden.

    Quelle: Zentrale Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit
    Quelle: www.make-it-in-germany.com

     

     
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